10 Etappen durch 3 Gebirge

Vom Gipfel bis zur Schlucht und vom Nationalpark bis zur Grenze: Der Violette Weg der Via Alpina zeigt alle Facetten der slowenischen Alpenwelt.
Michael Lehner

Start unter dem Triglav-Massiv. © Slovenian Tourist Board

66 Etappen umfasst der Violette Weg der Via Alpina insgesamt. Wandernde könnten dabei durch die drei Länder Slowenien, Österreich und Deutschland schreiten. Um den Reiz der Bergwelt auszukosten, genügen die zehn Start-Etappen aber bereits vollkommen: Mit den Julischen Alpen, den Karawanken und den Steiner Alpen lernt man nämlich gleich drei slowenische Gebirge kennen. Der Violette Weg beginnt im Nationalpark Triglav und verläuft anschliessend in nordöstlicher Richtung, bis er in der idyllischen Region Jezersko das slowenische Territorium wieder verlässt.

Rast in den Steiner Alpen, Region Jezersko. © Slovenian Tourist Board

Auftakt nach Mass

Die erste Etappe setzt zu Füssen des Triglav gleich einen ersten Höhepunkt. Im Hochgebirge der Julischen Alpen bewegen sich Wandernde schliesslich unter dem höchsten Gipfel Sloweniens. Manche dürften der Versuchung nicht widerstehen können, das 2864 Meter hohe Nationalsymbol zu besteigen, die Via Alpina nimmt unter der Nordwand aber einen anderen Verlauf. Mit einem Abstieg verlässt man das Hochgebirge und betritt bald einmal das imposante Vrata-Tal. Dort wartet mit dem bekannten Peričnik-Fall bereits der nächste landschaftliche Höhepunkt: Über 52 Meter stürzen die Wassermassen talwärts. Wer sich von diesem Naturwunder wieder losreissen kann, verlässt nun den Triglav Nationalpark und nimmt auf dem Violetten Weg als Nächstes die Karawanken in Angriff. Auf der dritten und vierten Etappe stehen erst Waldpassagen, Alpwiesen und mehrere Bergkämme mit herrlichem Ausblick auf dem Programm. Zur Halbzeit der Weitwanderung auf slowenischem Gebiet schliesst sich dann wieder eine Tour durchs Hochgebirge an. Geröll und Felsen säumen den Weg, bis nach einem Aufstieg vom Zelenica-Tal aus der 2000er Begunjščica bezwungen ist.

Unterwegs im Vrata-Tal. © Slovenian Tourist Board

Fossilien auf dem Weg

Nach dem Abstieg über den Südhang stärken sich Wandernde beim Preval-Sattel mit Milchprodukten aus der Alpwirtschaft. Nach weiteren Aussichtspunkten und Waldpassagen sind dann auf der siebten Etappe bereits die Steiner Alpen erreicht. Der Weg führt über Alpweiden ins Tržič-Tal hinunter. Dort lohnt sich ein Abstecher in die Dovžan-Schlucht mit ihren einzigartigen Fossilienfundorten. Die achte Etappe bringt einen mit einem weiteren steilen Aufstieg zurück in die unberührte Natur. Wer noch Reserven hat, weicht für den prächtigen Storžič-Gipfel auf 2132 m ü. M. kurz von der Via Alpina ab. Nun nähert sich der Violette Weg in Slowenien langsam seinem Ende. Die zweitletzte Teilstrecke verläuft in der Region Jezersko. Mit Planšarsko jezero liegt in diesem grünen Tal auch ein idyllischer See, den verschiedene Wege umrunden. Auf der letzten Etappe winken dann noch einmal wunderbare Aussichten über die Steiner Alpen. Via Seeberg- und Pasterk-Sattel führt die Route zum Gipfel des Kärntner Storschitz – womit man bereits auf österreichischem Boden steht und mit der Eisenkappler Hütte das Tourenziel vor Augen hat.

Naturwunder: der Peričnik-Fall. © Slovenian Tourist Board

www.slovenia.info

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