14 Viertausender vor Augen

Der Panoramaweg Gebidem macht seinem Namen alle Ehre. Damit eignet sich die Walliser Runde oberhalb des Heidadorfs Visperterminen perfekt für eine herbstliche Tour.
Michael Lehner

Herbst bedeutet im Heidadorf Viperterminen einerseits Erntezeit. Auf 1300 m ü. M. werden im höchsten zusammenhängenden Weinberg Europas schliesslich fleissig Trauben gelesen. Für BesucherInnen ist es andererseits aber auch die perfekte Jahreszeit, um die gelb verfärbten Lärchen und die grandiose Weitsicht noch weiter oben zu geniessen. Denn die Region ist bei Wandernden ein Geheimtipp – und besonders prächtig präsentiert sich die Bergwelt oberhalb des Dorfs auf dem Giw.

Alpiner Auftakt nach Mass

Der Startpunkt des Panoramawegs Gebidem liegt auf 2000 m ü. M.; das Giw lässt sich dabei bequem mit der Sesselbahn oder zu Fuss erreichen. Schon dort schweift der Blick zu Weisshorn und Dom, auf die andere Seite des Vispertals mit den Bergdörfern Zeneggen und Törbel und weit hinab ins Rhonetal. Von der Sonnenterrasse aus folgt man nun auf der Rundwanderung immer der Beschilderung «Panoramaweg». Die nächsten knapp 8,5 Kilometer bewegen sich Wandernde dabei von Technik und Kondition her im mittleren Bereich – insgesamt gilt es auf den gut zweieinhalb Stunden je 476 Höhenmeter Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Von der Suone in den See

Vom Giw aus wendet sich der Weg zuerst in einem langsamen Anstieg Richtung Bord. Dann verläuft die Strecke weiter auf dem Höhenweg bis zum Gebidumpass, dem Übergang zwischen Vispertal und Nanztal. Nun wird die Wanderung flacher: Bald nach dem Pass taucht auf einem Plateau schon der idyllische Gebidumsee mit seiner beeindruckenden Alpenflora auf. Er wird von der Suone Heido gespeist – der historische Bewässerungskanal sorgt für klares Wasser und ermöglicht damit auch eine erfrischende Rast am Ufer. Jetzt folgt ein letzter Aufstieg, bevor der Gipfel des Gebidum mit seinem markanten Sendemast erreicht ist.

Weitblick auch beim Rastplatz am Gebidemsee.

Matterhorn & Co. in Sicht

Der höchste Punkt der Panoramawanderung liegt auf 2317 m ü. M. und erweitert buchstäblich den Horizont: Auf dem Gebidum lassen sich 14 Viertausender inklusive Matterhorn bestaunen, und auch der Grosse Aletschgletscher zeigt sich in voller Pracht. Nun folgt auf dem letzten Teil der Runde ein steter Abstieg zurück zum Ausgangspunkt. Unterhalb des Gebidums folgen Wandernde dabei am Waldrand immer der Baumgrenze, bis letztlich das Giw und damit das Ende der Tour in Sicht kommt. Im Bergrestaurant direkt neben der Bergstation der Sesselbahn hat man sich nun eine Stärkung redlich verdient.

www.heidadorf.ch

Bilder: © Heidadorf Visperterminen

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