3_Baden Triebguet Frischluftbar (c) Stadt Baden

Der Urwald nebenan

Badens grünes Herz schlägt in Zentrumsnähe: Wer alte Bäume und hohe Felsen liebt, kommt auf dem einfachen Rundweg zum Teufelskeller auf seine Kosten.
Benjamin Haltmeier

Wie vielfältig die Stadt Baden mit ihren Thermen, dem Kurtheater oder seinen Museen ist, erlebt man bereits auf einem kurzen Spaziergang durch die pittoresken Gassen. Für NaturliebhaberInnen lohnt sich aber ein Abstecher in wildere Gefilde: Im Teufelskeller-Reservat zeigt sich der Stadtwald nämlich in seiner wildesten Form. Auf der etwa zweistündigen, familienfreundlichen Tour ohne grosse Auf- und Abstiege gehört grosse Artenvielfalt zu den Highlights. Dennoch liegt das Paradies für Flora und Fauna ganz in der Nähe des Zentrums. Und mit den vielen Grillstellen am Wegesrand verfügt diese Strecke zudem auch über diverse Rastmöglichkeiten.

Felsen und Bäume prägen den Teufelskeller. © Stadt Baden

Treppe ins Abenteuer

Auf zur Urwald-Expedition: Start und Endpunkt der gut sieben Kilometer langen Runde ist der Bahnhof Baden Ost. Der Weg wendet sich erst kurz hinunter zum Ufer der Limmat, nach einer Rechtskurve folgt dann aber eine Gerade zum imposanten Stadtturm. Einige Minuten später erreichen Wandernde die Cordula-Passage, wo die Strasse unterquert werden kann. Auf der anderen Seite geht es weiter durch die Oberstadt und am alten Bahnhof vorbei, bis der Waldrand am Kreuzliberg erreicht ist. Als Tor zum Reservat fungiert nun die Treppe zur KV-Schule. Danach hält man sich links, worauf bald die mystischen Gefilde des Teufelskellers auftauchen.

Den Stadtturm kreuzt man zu Beginn. © Stadt Baden

Wie im Märchen

Der urtümliche Ort ist von bis zu 20 Meter hohen Felsen und mächtigen, moosbewachsenen Baumriesen geprägt. Da dieses Gebiet seit Jahrzehnten nicht mehr forstlich genutzt wird, treffen BesucherInnen mittlerweile auf einen wahren Märchenwald, der von den unterschiedlichsten Pflanzen und Tieren bewohnt wird. Zur verwunschenen Stimmung trägt sicher auch die lokale Sage des Teufelskellers ihren Teil bei: Es heisst, hier sei einmal eine schöne Prinzessin von bösen Geistern in einen Baum verwandelt worden.

Es geht auch weiter

Via Spitelau, Grund und Ziegelhau führt der Rundweg schliesslich zurück zur Oberstadt, von wo aus es auf gerader Strecke zurück zum Bahnhof geht. Anstelle einer Rundwanderungen kann man von Spitelau aus aber auch einfach weiter Richtung Dättwil spazieren. Wer die Tour verlängern möchte, marschiert dagegen einfach auf dem Aargauer Weg 42 weiter – der Teufelskeller gehört zu dessen vierter Etappe, die von Brugg nach Mellingen führt und insgesamt 22 Kilometer misst. Für den knapp sechsstündigen Bogen ist dann aber schon eine gute Kondition erforderlich.  

www.dein.Baden.ch

Schnupperabo

Erhalten Sie zwei aktuelle Ausgaben. für CHF 20.–

Jahresabo

Jahresabo (6+2 Ausgaben) für CHF 98.– bestellen!

2-Jahresabo

2-Jahresabo (12+4 Ausgaben) für CHF 164.– bestellen!
Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest