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Ein Mittelteil der Extraklasse

Die karge Weite des Jura-Höhenwegs fasziniert Fernwanderer seit Langem. Besonders eindrücklich präsentiert sich der Klassiker auf den fünf Etappen zwischen Frinvillier und Sainte-Croix.

Michael Lehner

Der sanfte Bogen zwischen Zürich und Genfersee ist legendär: Seit 1905 beweist der Jura-Höhenweg, dass auch «krumme Touren» ihren Reiz haben. Doch auf dem ältesten Fernwanderweg der Schweiz braucht es längst nicht alle 15 Tagesetappen für ein unvergessliches Erlebnis – die fünf Teilstrecken in der Tourismusregion Jura & Drei-Seen-Land kombinieren Fernsicht bestens mit den schroffen Felsen und dunklen Wäldern am Wegesrand.

Den Sendeturm vor Augen

In knapp sechs Stunden führt die siebte Etappe des Jura-Höhenwegs von Frinvillier auf einfachen Pfaden auf den Chasseral. Nach dem Start im Dorf gewinnt man im Zickzack-Kurs rasch an Höhe. Weiter oben folgen Weiden und alte Bäume, bis schliesslich der 114 Meter hohe Sendeturm erreicht ist. Die Spitze des Chasserals ist nicht mehr bewaldet, sodass das Auge ungehindert von den Windturbinen von Mont-Soleil bis zu den Alpengipfeln schweifen kann.

2_ Idyllisch: Gratwanderung Richtung Chasseral. © SchweizMobil

Erst Schlucht, dann Pass

Abwechslungsreich geht es auf der achten Etappe weiter: Sie erstreckt sich zwischen dem Chasseral und der Passhöhe Vue des Alpes. Der Abstieg vom Gipfel bringt einen anfangs wieder in die Wälder, wo sich der Weg einem Bach entlang zur Schlucht Combe Biosse mit ihren Kalkfelsen wendet. Nach der Passage um Les Vieux mit ihren Hecken und Trockensteinmauern und einem letzten Aufstieg zum Mont d’Amin geht es hinunter zur Passhöhe Vue des Alpes.

Weit und eindrücklich

Mit 22 Kilometern ist die neunte Etappe ein konditionelles Schwergewicht. Wandernde werden dafür mit Fern- und Tiefblick belohnt. Von der Passhöhe aus führt ein kurzer Aufstieg erst auf den Tête de Ran mit Blick auf Neuenburgersee und La Chaux-de-Fonds. Über einen Grat wird mit dem Mont Racine auf 1432 m ü. M. dann der höchste Punkt der Etappe erreicht. Es winken weitere Aussichtspunkte, bevor das Dorf Noiraigue und damit das Ziel in Sicht kommt.

3_ Jura-Wald ist auf der achten Etappe Programm. © SchweizMobil

Zum Grand Canyon der Schweiz

Deutlich kürzer zeigt sich der nächste Abschnitt: In gut vier Stunden ist die Strecke Noiraigue–Les Rochats bewältigt. Dafür kann man sich mehr Zeit nehmen für die Naturwunder am Wegesrand. Nach etwa der Hälfte der Tour kommt nämlich die Felsenarena Creux du Van in Sicht. Bis 160 Meter hohe Wände bilden hier einen spektakulären Talkessel. Der folgende Abstieg endet danach beim Alprestaurant Les Rochats.

1_ Auf der siebten Etappe gewinnt man rasch an Höhe. © SchweizMobil

Blick auf zwei Seen

Juraweiden und Waldabschnitte wechseln zu Beginn der elften Etappe ab. Es schliesst sich der Aufstieg zum Chasseron und damit zum dritthöchsten Schweizer Juragipfel an. Wieder blicken die Wandernden vom Neuenburger- und Genfersee bis zu den Alpen. Der Abstieg der Krete entlang führt anschliessend via Petites Roches, Les Avattes und Les Praisses nach Sainte-Croix – Letzteres war einst Weltzentrum für Musikdosen und -Automaten.

5_ Zwischen den Bäumen tauchen immer wieder Weiden auf. © SchweizMobil

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