1_Reblehrpfad © Heidadorf Visperterminen (3)

Im Zickzack durch die Reben

Es sind acht abwechslungsreiche Kilometer über Walliser Sonnenterrassen: Der Tärbiner Kulturweg und der Reblehrpfad zwischen Visp und Visperterminen sind so schön wie lehrreich.
Michael Lehner

«Ambrüf», hinauf: Dieser Walliser Begriff beschreibt die Route von Visp via Oberstalden nach Visperterminen ziemlich genau. Die acht Kilometer lange Strecke besteht nämlich grösstenteils aus einem einzigen, gemütlichen Aufstieg über 858 Höhenmeter. Insgesamt müssen für die technisch leichte Wanderung knapp drei Stunden eingeplant werden, was schon eine gewisse Kondition erfordert. Dafür erfahren Wandernde auf dem Tärbiner Kulturweg und auf dem Reblehrpfad viel Wissenswertes über Land, Wein und Leute – unterwegs sind rund 40 Informationstafeln angebracht.

40 Tafeln gehören zu den Themenwegen. ©Heidadorf Visperterminen

Heida über der Vispa

Los geht’s im Bezirkshauptort und Oberwalliser Wirtschaftszentrum Visp. Ab dem Bahnhof folgen Wandernde in südlicher Richtung bereits den Schildern zum Reblehrpfad. Nach den schmalen Gassen der Altstadt führt der Weg an der Martinskirche und dem Friedhof vorbei, dann werden die Häuser weniger und gleich oberhalb des Bergbachs Vispa beginnen die Rebberge: Hunderte lokale Winzer bewirtschaften die kleinen Parzellen seit Generationen. Auf verschiedenen Informationstafeln wird erläutert, wie die hiesigen Weine wie Pinot Noir oder der goldgelbe Heida entstehen, von der Pflege und dem Beschneiden der Pflanzen über die Traubenlese bis zum Unterhalt der Trockenmauern. Apropos trocken: In einem der niederschlagsärmsten Gebiete der Schweiz kann die Kehle schon mal eine Erfrischung vertragen. Als Abstecher lohnt sich da im Weiler Unterstalden der Besuch der St. Jodern Kellerei. Dort lässt sich der berühmte Heida-Wein degustieren.

Pinot Noir und Heida gedeihen hier am besten. ©Heidadorf Visperterminen

Das Erbe von Visperterminen

Weiter geht die Tour in grossen Serpentinen durch die Rebberge, dann ändert sich die Vegetation. Über einen Bergweg und eine lichte Waldpassage mit Bergbach erreicht man den Weiler Oberstalden, wo der Reblehrpfad endet und der Tärbiner Kulturweg beginnt. Die Thementafeln entlang des von Trockenmauern gesäumten Säumerpfads versorgen einen unterwegs entsprechend mit Informationen zu lokalen Begebenheiten und Besonderheiten von Visperterminen. Doch gegen Ende der Strecke lohnt sich auch ein Blick auf die Landschaft: Während das Auge unten über das Vispertal schweift, zeigen sich weiter hinter das Matterhorn und weitere Alpengipfel. Unter einer Baumallee queren Wandernde nun noch eine Kapelle sowie einige Suonen, die altehrwürdigen Bewässerungskanäle der Region. Schliesslich endet die Wanderung im Dorfkern von Visperterminen mit seinen charmanten Bergchalets.

Geschafft: Das Ziel im Chaletdorf. ©Heidadorf Visperterminen

www.heidadorf.ch

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