In der Berner Winteridylle

Text: Sacha Gähwiler. Bilder: © Christian Perret, Emmental Tourismus

Die Anreise zu dieser idyllischen Winterwanderung ist äusserst entspannt – gemütlich schwebt man mit der Gondelbahn von Sörenberg über die Skipisten zur Rossweid. Dort startet die eindrückliche Wanderung via Salwideli durch die bezaubernden Moorlandschaften von Sörenberg. Diese Moorlandschaften sind von nationaler Bedeutung und man wird dementsprechend aufgefordert, sich an die Wege zu halten – auch im Winter. Die Region beherbergt einen der unglaublichsten Lebensräume der Schweiz; die verschiedenen Moore sind in ihrer Ausdehnung einzigartig. Mit den knorrigen, verschneiten Bergföhren fühlt man sich geradewegs in eine andere Welt versetzt – der Weg führt durch die tief verschneite, unberührte Winterlandschaft und ringsherum herrscht wohltuende Ruhe. Eine perfekte Winterwanderung für Geniesser und Familien. Ob der Winterwanderweg geöffnet ist, erfahren die Besucher täglich auf dem Pistenbericht von Sörenberg.

Märchenhafte Winterlandschaft
Ab der Bergstation der Gondelbahn Rossweid teilen die Winterwanderer den Weg zu Beginn mit den Nordisch-Sportlern. Die Strecke bis zu Salwideli ist grösstenteils flach und ohne grosse Höhenunterschiede. Via Schönisei verläuft der Weg anschliessend entlang der noch jungen Emme. An kalten Tagen sind Teile des Flusses zugefroren; die durch das Wasser geformte Felsschlucht ist mit märchenhaften Eiszapfen verziert.

Alsdann geht es nun durch die idyllische Winterlandschaft im Talboden zwischen Rothornkette und Schrattenfluh stetig leicht bergab – die wild zerklüftete Schrattenfluh und auf der anderen Seite die Brienzer Rothornkette sind die ständigen Begleiter auf dieser Wanderung. Durch die verschneite Natur wird das Ziel des Ausflugs im idyllischen Quellegebiet der Emme erreicht: das Kemmeriboden Bad. Vor über 200 Jahren entdeckt, wird die dortige Mineralquelle bis heute vom Landgasthof genutzt. Während bis Ende der 80er-Jahre von Leiden geplagte Menschen den bekannten Kurort aufsuchten, ist er heute Ziel für Ausflügler.

Der krönende Abschluss
Das Restaurant ist denn auch bekannt für die legendären, feinen Kemmeriboden-Meringues, welche einen krönenden Abschluss der Winterwanderung bilden. Die erste geschichtliche Überlieferung des delikaten weissbraunen Gebäcks geht bis ins Jahr 1939 zurück. Der Grund für diese Erfindung war simpel: Man wollte den überschüssigen Rahm aus dem Landwirtschaftsbetrieb Kemmeriboden Bad, welcher neben dem Wirtshaus betrieben wurde, verwenden. Die Bäckersleute Christian und Berta Oberli-Probst und die Wirtsleute vom Kemmeriboden Bad, Liseli und Hans Gerber, tüftelten in der Folge gemeinsam an den vielen kleinen, aber zentralen Finessen herum und schufen die süsse Verlockung. Heute wie damals ist die Kemmeriboden Merängge ein handwerkliches Kunststück erster Güte. Aber klar: Das Rezept werden die Bäckersleute selbstverständlich nicht verraten. Diese Spezialität ist in der Tat das abschliessende Highlight dieser idyllischen Winterwanderung!

www.madeinbern.com
www.kemmeriboden.ch

Informationen
Schwierigkeit: mittel
Strecke: 11,4 km
Dauer: 3:30 h
Aufstieg: 37 hm
Abstieg: 524 hm

Rundreiseticket
Das Spezialticket «Sörenberg-Kemmeriboden» ist bis 27. März 2022 erhältlich, kostet CHF 39.00 (CHF 25.00 mit Halbtax) und beinhaltet folgende Leistungen:

  • Postauto-Strecke Schüpfheim – Sörenberg Post und Kemmeriboden – Escholzmatt
  • die BLS-Strecke Escholzmatt – Schüpfheim
  • einfache Fahrt mit der Gondelbahn Sörenberg – Rossweid
  • sowie eine Portion Meringues im Landgasthof Kemmeriboden Bad oder eine Geschenkpackung zum Mitnehmen!

Erhältlich ist das Spezialticket direkt im Postauto (Schüpfheim-Sörenberg und Escholzmatt-Kemmeriboden), an der Talstation der Gondelbahn Rossweid, im BLS Webshop oder in allen BLS-Reisezentren.

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