Aussicht_Burgruine_Grenchen_1©Christoph_Sigrist

Von Buchen und Ruinen

Unter den Felswänden des Solothurner Juras, mitten im UNESCO-Welterbe: Die Wanderung rund um den Bettlachstock bietet Abwechslung, erfordert aber auch viel Kondition. 

Text: Michael Lehner, Bilder: Solothurn Tourismus, Christoph Sigrist und Geri Kaufmann

Gleich neben Grenchen liegt das kleine Dorf Bettlach mit seinen gut 4700 Einwohnern. Hier, auf einem eiszeitlichen Moränenwall des Jurasüdfusses, beginnt der Aufstieg der Tour ab dem Dorfplatz. 

Dem Giglerbach folgend, erreichen Wanderer bald darauf waldiges Gebiet, und auf 951 Meter über Meer ist mit der Burgruine Grenchen nach drei absolvierten Kilometern ein erstes Etappenziel erreicht. Die wehrhafte Festung auf einer Fluh entstand Mitte des 12. Jahrhunderts. Heute lässt sich die Ruine jederzeit besichtigen – da das Gelände allerdings von steilen Abhängen und Felswänden gesäumt wird, ist dabei gutes Schuhwerk unabdingbar. 

Uralte Buchen in Sicht

Nach dem Burgbesuch setzt sich der Weg stetig ansteigend fort, bis schliesslich der Bettlachstock auf 1245 Meter über Meer erreicht ist. Früher wurde dieses Gebiet bewirtschaftet, heute ist es ein Naturschutzgebiet. Wegen seiner alten Buchenwälder steht es seit 2021 sogar im Inventar des UNESCO-Weltnaturerbes. Denn viele Tier- und Pflanzenarten bilden mit den Bäumen eine Lebensgemeinschaft, und so erhalten BesucherInnen auf der Wanderung einen einmaligen Einblick in eine unberührte Naturlandschaft.

Unter der Wandflue

Der Weg beschreibt auf dem Bettlachstock nun eine scharfe Linkskurve, gefolgt von einem kurzen, aber teilweise steilen Abstieg. Unterwegs kommt man auch am Berggasthof Bettlachberg vorbei. Wer hier einkehrt, geniesst auf der einen Seite den Blick auf die eindrückliche Kulisse der Wandflue, während sich in der Ferne die Alpengipfel von Wetterhorn, Schreckhorn, Finsteraarhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau abzeichnen. Nach einer Rechtskurve verläuft der Pfad nun weiter parallel unter der Flue, was einen interessanten Einblick in die Geologie des Kettenjuras ermöglicht. 

Schlucht zum Schluss

Nun beginnt der zweite, längere Abstieg, wobei die Bergwirtschaft beim Oberen Brüggli eine weitere willkommene Möglichkeit zur Einkehr bietet. Später sorgt die Lochbachschlucht noch einmal für viel Tiefblick. Dann endet auch die letzte Waldpassage, und nach insgesamt 14 Kilometern und 5 Stunden ist das Ziel beim Bahnhof Lommiswil erreicht.

www.solothurn-city.ch

Schnupperabo

Erhalten Sie zwei aktuelle Ausgaben. für CHF 20.–

Jahresabo

Jahresabo (6+2 Ausgaben) für CHF 98.– bestellen!

2-Jahresabo

2-Jahresabo (12+4 Ausgaben) für CHF 164.– bestellen!
Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest